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Kirchen Umbau - Artikel KStA (Presseberichte)

hütchen @, köln, Freitag, 30. August 2013, 07:39 (vor 1193 Tagen) @ hütchen
bearbeitet von hütchen, Freitag, 11. Oktober 2013, 19:35

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Kapelle soll Veedelstreff werden
KINDERHEIMGELÄNDE Sülzer Wohnungsgenossenschaft will früheres Gotteshaus umbauen lassen

Von Marion Eickler

Sülz. Auf dem ehemaligen Gelände des Sülzer Kinderheims ist ein neues Wohnviertel entstanden, und die Chancen stehen gut, dass der Stadtteil an dieser Stelle auch einen neuen Versammlungsort bekommt. Allerdings sind noch intensive Verhandlungen nötig, bis aus der ehemaligen Waisenhauskapelle ein – ganz weltlicher – Veedelstreff wird.
Der neue Besitzer der denkmalgeschützten Kirche „Zur heiligen Familie“ auf dem Gelände am Sülzgürtel will sie für Veranstaltungen und Gastronomie herrichten lassen. „Wir suchen momentan einen Pächter mit einem interessanten Konzept“, sagt Martin Frysch, geschäftsführender Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Köln-Sülz e.G. (GWD), die vor kurzem den Zuschlag für die letzten verfügbaren Baufelder des Kinderheimgeländes erhalten hatte. Die umfassen das Areal entlang des Sülzgürtels zwischen der Anton-Antweiler-Straße und der Münstereifler Straße.

Die Entscheidung zu Gunsten der Sülzer Genossenschaft fiel in der jüngsten Ratsitzung. „Das ist super für uns, weil wir auf dem Grundstück auch eine neue Geschäftsstelle bauen wollen. Und für die Sülzer ebenfalls, weil wir dort Lebensraum für alle Generationen verwirklichen werden“, kommentierte Frysch begeistert.
Seitdem stecken er und sein Kollege, der technische Vorstand Heinz-Günter Boos, die Köpfe zusammen und planen, was das Zeug hält. „Zunächst einmal muss der Kauf abgewickelt werden, danach soll es noch in diesem Jahr einen Architekturwettbewerb geben“, sagt Boos voller Tatendrang.

Ideen und Konzept, was mit ihrem neuen Grundstück passieren soll, haben die beiden bereits. „Doch wird erst die praktische Auseinandersetzung im Detail zeigen, ob es umfänglich realisierbar sein wird, wo es Änderungen oder auch Abstriche zu machen gilt“, sagt Frysch.
Eine leichte Aufgabe wird das Projekt nicht. Ein Großteil der Gebäude steht unter Denkmalschutz, was eine Umnutzung in Wohnraum erschwert. „Wir dürfen dort keine Balkone anbauen, die Aufteilung der Fensterfronten nicht verändern. Es stellt schon eine Herausforderung dar, die Gebäude nach energetischen Gesichtspunkten zu optimieren“, sagt Boos.

Die GWG will dort Wohngruppen und kleinere Wohnungen realisieren, die wahlweise an Studierende oder - begleitet von entsprechenden Hilfsangeboten – Senioren vermietet werden.
Boos nennt als Beispiel das Bielefelder Modell. Alte Menschen sollen in ihrem Quartier selbstbestimmt wohnen können – mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale. Alle Mieter können auf die Hilfsangebote zurückgreifen. Bezahlt werden muss aber nur das, was tatsächlich in Anspruch genommen wird. Insgesamt werden so 80 öffentlich geförderte Wohneinheiten entstehen. „Wir stellen uns eine Art modulares Wohnungssystem vor. Kleine Einheiten, die bei Bedarf auch in größere Wohnungen zusammengelegt werden können“ so Boos.

Eine Kindertagesstätte für zwei Gruppen ist ebenfalls Teil des Plans. „Am liebsten würden wir die im Erdgeschoss der Kirche unterbringen, wissen aber nicht, ob das möglich sein wird“, so Frysch. Als Außengelände käme nämlich nur der Freiraum zwischen Kirche und dem Sülzgürtel in Frage. Die Grünfläche aber war nicht Bestandteil der Ausschreibung. „Darum müssen wir uns in weiteren Gesprächen kümmern“, meint Boos.
Beide halten die Verknüpfung von Kita unten und Veranstaltungsraum darüber für bedenkenswert. Alternativ könnte die Kita im Erdgeschoss eines an der Ecke Sülzgürtel/Anton-Antweiler-Straße vorgesehenen Neubaus untergebracht werden. In den kommenden Wochen und Monaten werden die Vorstände der GWG Gespräche führen, um Details zu klären, sowohl mit der Stadt als auch – speziell werden der Kirche – mit dem Erzbistum und den Söhnen des Architekten Gottfried Böhm. „Außerdem sind wir natürlich sehr gespannt, was die am Wettbewerb teilnehmenden Architekten aus diesen Vorgaben machen werden“, so Frysch. (www.gwg-koel-suelz.de)

(meine persönliche meinung: aus den architektenköpfen wird sicher nicht viel anderes raus kommen als aus denen, die schon das bebaute gelände geplant haben.)

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Langzeitstudentin der Toleranz!

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