↑ Zurück zu Förderverein (FEKS)

Seite drucken

FEKS – Vorstand

Anschrift : Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln Sülz e.V.
Harald Weiß
Münstereiflerstr. 69
50937 Köln
Vorstand : Harald Weiß

Utz Ingo Küpper

David Cordier

Nikolaus Voßen

Peter Halberkann

Registergericht : Amtsgericht Köln
Registernummer : VR 17994

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.kinderheim-koeln-suelz.de/?page_id=55

5 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Angelika Hensgen

    Liebe Leute,

    Erinnerungsorte sind wichtig, jeder Stolperstein, der Erinnerungsort für die Edelweißpiraten, Ground Zero, Gedenkstellen für Unfallopfer, Orte der Andacht für die vielen Opfer vergangener und gegenwärtiger Krieg… ja, sie sind wichtig z.B. damit wir aus der Vergangenheit lernen und grausame Fehler nicht wiederholen oder damit wir Orte haben, an denen wir innehalten können, wo der Geist der Vergangenheit uns anweht in einer Zeit, die viel zu schnell für viele von uns ist…

    Der Förderverein zum Erinnerungsort Kinderheim ist aber wie ein Schlag ins Gesicht…seit 1986 leben wir in Sülz…wir haben Kinder des Heims auf den Spielplätzen getroffen, unsere Kinder gingen mit einigen von ihnen in die Schule… manche kamen zu uns nach Haus mit unseren Kindern…In der Soziologie und der sozialen Arbeit gibt es den Schwerpunkt “Sozialraum”, ich bin keine Fachfrau, aber kurz gesagt steht dort die Umgebung, in der man aufwächst im Focus, nicht nur die der sozialen, geistigen, emotionalen Anbindung sondern auch die des realen, anfassbaren Umfelds…. der Vorteil des Standortes Sülz war, dass hier mehr Grünflächen zur Verfügung standen, er war “frei von allem Lärm und Staub der Großstadt”, so die Gedanken der Planer 1912. – Die Kinder, die nun das ehemalige Heimgelände und die Umgebung mit neuem Leben erfüllen sind die Kinder gutsituierter Bürger… die gesellschaftlich benachteiligten Kinder mussten weichen, von einem Ort, den man für sie hätte zur “Oase” machen können… warum gab es da keinen Förderverein, der für den Erhalt des Kinderheims sammelte?

    Was gibt uns die Kapelle des Waisenhauses? Wir erinnern uns gebildet und gesättigt ohne die, für die wir hätten einstehen müssen…

    1. Peter Halberkann

      Liebe Angelika Hensgen,

      die Schaffung kind- und jugendgerechter „Sozialräume“ waren ein wesentliches Motiv, das alte Gelände am Sülzgürtel zu verlassen.

      Den Auszug aus dem alten geschlossenen Gelände begründet Lie Selter, ehemalige Direktorin der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln, KidS in „Vom Kölner Waisenhaus zu KidS, Die Überwindung der Mauern“, S. 10-11): „Jahrzehntelange Erfahrungen in der pädagogischen Arbeit in Jugendhilfeeinrichtungen haben gezeigt, dass deren Form – wie am Sülzgürtel – Schwellenängste auslöst. … Für die Ausrichtung der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln … entstanden nun moderne Gebäude in verschiedenen Stadtteilen. Die Integration der Kinder- und Jugendwohngruppen in die jeweiligen Sozialräume und eine zukunftsweisende Infrastruktur spielten dabei die wichtigste Rolle.“ Kindern und Jugendlichen, deren Entwicklung in ihren Herkunftsfamilien nicht gefördert werden kann, finden bei KidS alternative Wohnformen. Die Öffnung zum Leben soll mit den neuen Wohnformen so normal wie möglich sein. Dafür mussten die Mauern verschwinden.

      Der „Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e.V.“ (FEKS) hat sich 2013 gegründet. In 2014 erfolgte die Anerkennung als gemeinnütziger Verein. Im Sommer 2013 wurde der Neubau von KidS, der städtischen Einrichtung zur Aufnahme und Betreuung Kölner Kinder und Jugendlicher ohne erziehungsberechtigte Eltern, am Aachener Weiher eröffnet. Dabei trafen sich zum ersten Mal ehemalige Heimbewohner und deren Betreuer mit Bewohnern des auf dem Gelände des alten Kinderheims entstehenden neuen Wohnquartiers.

      Es folgten weitere Treffen, in denen die Neubewohner die tiefe Betroffenheit der ehemaligen Heimbewohner erfuhren, die mit dem Abriss des großen Kinderheimkomplexes Orte, Gegenstände und Bezugspunkte ihrer meist nicht einfachen Kindheit verloren hatten.

      Die Gründungsgeschichte des Fördervereins FEKS ist ausführlich im Kapitel „Geschichte, Motivation und Aktivitäten“ erläutert (Link: http://www.kinderheim-koeln-suelz.de/?page_id=117 ).

      Wenn Sie die Beweggründe der Beteiligten genau lesen, werden Sie feststellen, dass die Gründung des Vereins kein „Schlag ins Gesicht“ ist, sondern eine sehr idealistisch geprägte Initiative von Neubewohnern des Quartiers, ehemaligen Heimbewohnern und Förderern, um Orte des Verweilens, Erinnerns und der Kommunikation zu schaffen!

      Die sehr unterschiedlichen Erfahrungen in dem alten Kinderheim hat ein Ehemaliger in diesem Wandspruch ausgedrückt:
      „Segen und Fluch. Meinen Dank den Aufrichtigen, den Schützenden und den Liebenden! Den Anderen das Jüngste Gericht und die Gnade der Gedemütigten und Zerbrochenen. Für uns Selbst Mut und Frieden.“

      Viele Grüße
      Peter Halberkann
      (Vorstandsmitglied FEKS)

  2. H.Peter Hemmersbach

    Moin,
    als Vors, Freundeskreis Marineschiffe Köln – ehem. Fregatte Köln bitte ich um ein Buch ( vor einigen Jahren erschienen ! ) zur Verfoltsäendigung unseres Archivs. Im Buch selbst sind auch die Besuche der jeweiligen Abordnungen der Fregatte beschrieben – dito das Zeltlager in W.haven in 1992 ? – Besuche hier v. Ort…,
    Bas Buch beschreibt die Geschichte des Waisenproblems Köln.
    Für ihre Hilfe haben Sie herzlichen Dank
    H.Peter Hemmersbach
    Vors. Freundeskreis Marineschiffe Köln e.V

    Dürenerstr.396
    50935 Köln

    mobil 01633010244

    1. Monika
      Monika

      Guten Tag Herr Hemmersbach,

      ich sende Ihnen per Mail meine Antwort.

      Mit freundlichem Gruß
      Monika Huth

  3. manfred brusseler

    Sehr gehrte Herren des Vorstandes:

    Erlauben Sie mir bitte, mich auf einen meiner Einträge im Forum zu beziehen:

    “1945 kam ich ins Kinderheim Sülz”.

    Dieser Eintrag hat 3 Teile, eine Geschichte, eine Widmung an die kleinen Kinder beim Steineklopfen, und ein Gedcicht: Die Trümmerkinder vom Sülzgürtel 47…..

    Die Motivierung für die Widmung und das Gedicht war ein Photo aus dem “Buch”, Seite 14, welches Bände spricht.

    Meine Frage an Sie, meine Herren ist die: Könnten die Artisten/Künstler/Maler/Gestalter aus diesem Photo einen Erinneerungsort schaffen, der auf jedenk Fall einen tiefen Blick in die Veergangenheit anbietet?

    Das Photo hat mich beeindruckt. Ich weiß nicht, was Sie denken. – Als Seitenbemerkung darf ich erwähnen, daß ich als 9-jähriger Junge seinerzeit (1946) im Kinderheim Mülheim selbst am Steineklopfen teilgenommen habe.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Manfred Brusseler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.